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Sektorenübergreifende Versorgung alter Menschen

„Und täglich grüßt das Murmeltier“. Mit diesem Titel einer bekannten Filmkomödie beginnt die Einladung zu einer Fachtagung, die die Diakonie Deutschland am 9. Mai 2017 durchführt. Thema der Veranstaltung sind die Inhalte eines Positionspapiers zur sektorenübergreifenden Versorgung alter Menschen, das zur damit Diskussion gestellt wird.

Das Problem

Eine bessere sektorenübergreifende Versorgung über verschiedene Hilfesysteme hinweg ist eine seit Jahren bekannte fachliche und gesundheitspolitische Herausforderung in Deutschland.

Im hochgradig ausdifferenzierten und spezialisierten Gesundheitssystem gelingt es oftmals nicht, präventive, kurative, rehabilitative, pflegerische und weitere soziale Leistungen über die Sektorengrenzen hinweg zusammenzuführen. Dies ist nicht nur ein Problem der Systemgestaltung, sondern auch ein Problem für den einzelnen Menschen: Für alte Menschen mit mehrfachen Erkrankungen, vor allem wenn sie keine Angehörigen haben, stellt dies oftmals eine Versorgungshürde dar.

Schritte zur Lösung

Ein von einer Projektgruppe unter Beteiligung von Landes- und Fachverbänden erarbeitetes Papier argumentiert in mehreren Schritten:

  • Anhand von drei Schauplätzen – die Versorgung zu Hause, im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt und in der stationären Pflegeeinrichtung – werden typische Versorgungsprobleme von hochaltrigen mehrfach erkrankten Menschen dargestellt.
  • In weiteren  Schritten werden diakonische Leitideen für die sektorenüberschreitende Versorgung alter Menschen entwickelt und ein Konzept für regionale Verbünde vorgestellt. Dem schließen sich die Formulierung von Kriterien für eine „gute Praxis“ an, die schon unter den derzeit obwaltenden Bedingungen für die diakonischen Dienste und Einrichtungen wegweisend sein können.
  • Schließlich werden gesundheitspolitische Forderungen formuliert, deren Verwirklichung die Rahmenbedingungen für die sektorenübergreifende Arbeit verbessern, aber darüber hinaus auch Impulse für eine teilhabe- und gemeinwesenorientierte Neuausrichtung des Gesundheitswesens setzten sollen.

Konzeptionell-fachliche, auf die Praxis bezogene und gesundheitspolitische Aspekte des Vorschlags der Diakonie sollen auf der Tagung am 9. Mai 2017 erörtert werden.

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