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Personalarbeit 4.0 –

Arbeit kompetenzorientiert gestalten

Was heißt Personalarbeit 4.0? Was sind die neuen Herausforderungen, denen sich Personalarbeit im Non-Profit-Bereich zu stellen hat, um marktfähig bleiben zu können? Woraus ergeben sich Chancen für die Arbeitsfelder der Diakonie und der Freien Wohlfahrtspflege? Die enorme Vielfalt der Bildungsabschlüsse von Berwerbenden wird für Personaler*innen immer komplexer und unübersichtlicher. Neben formalen Qualifikationen bekommen andere Fähigkeiten und Erfahrungen einen deutlich höheren Stellenwert. Haben der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) und seine Kompetenzorientierung Auswirkungen auf die
Personalarbeit? Welche Erfordernisse und Rahmenbedingungen und Modell bedarf es darüber hinaus, um eine kompetenzorientierte Personalarbeit gewinnbringend für die Unternehmen, die Mitarbeitenden und potenzielle, neu zu gewinnende Fachkräfte entwickelnd und etablieren zu können?

Die Kompetenzorientierung leitet einen Paradigmenwechsel in den Bereichen der Personalführung, Personalverantwortung und Personalgewinnung ein. So könnten Kompetenzen als eine neue Währung auf dem Arbeitsmarkt gehandelt werden. Zu den Bereichen, die sich durch den Wechsel in Richtung einer Kompetenzorientierung neu aufstellen müssen, gehören: die  Beschreibung arbeitsplatzbedingter Kompetenzanforderungen, kompetenzorientierte Stellenbeschreibungen, kompetenzorientierte Personaleinstellungen und eine kompetenzorientierte Personalentwicklung im Sinne des Lebensbegleitenden Lernens. Ebenso stehen dazugehörige Fragen der Organisationsentwicklung zur Diskussion.

Projekt: 

Bildungsaufgaben und Strategien des Lebensbegleitenden Lernens zur Förderung der Fachkräfteentwicklung in der Diakonie (kurz: Kompetenzorientierte Personalarbeit) 

Das Projekt "Bildungsaufgaben und Strategien des lebensbegleitenden Lernens zur Förderung der Fachkräfteentwicklung in der Diakonie"  wendet sich an Multiplikator*innen, Träger, Bildungseinrichtungen, (Berufs-)Verbände und Personalverantwortliche. In diesem Projekt geht es darum, den durch die Kompetenzorientierung eingeleiteten Paradigmenwechsel in der beruflichen Bildung und Qualifizierung hinsichtlich der Bereiche der Personalverantwortung zu verdeutlichen und Konzepte zu dessen Umsetzung zu entwickeln und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ziel des Projektes ist die fachliche Aufbereitung der Kompetenzorientierung hinstilich der Beschäftigungsfelder des Sozial- und Gesundheitswesens.

Ergebnis des Projektes: Die Bereiche der beruflichen Bildung und Qualifizierung sind über die Kompetenzorientierung viel deutlicher als bisher mit der Berufstätigkeit verzahnt. Die Beschäftigungsbereiche im Sozial- und Gesundheitswesen lassen sich jeweils durch unterschiedliche Kompetenzanforderungen differenzieren. Die Bedarfe erfordern kompetenzorientierte Tätigkeitsbeschreibungen von assistierenden Tätigkeiten zu Fachkraft- und Leitungstätigkeiten, die im Kontext konkreter Betätigungsfelder (employability) aufeinander aufbauen.Die Kompetenzorientierung mit ihren Unterteilungen in fachliche, personale und Methoden-Kompetenzen kann dabei als elementares Modell verstanden werden. Die Zuordnungen und Beschreibungen von Kompetenzen hinsichtlich einer konkreten Tätigkeit betreffen ebenso die Fachkräftegewinnung von morgen als auch die Personalkonzepte der Zukunft.

Materialien: In der Projektgruppe wurden verschiedene Arbeitsmaterialien entwickelt, die Einblicke in die Umsetzungsmodalitäten einer kompetenzorientierten Personalarbeit geben: ein Handbuch, Erklärfilme, Grafiken, Interviews mit Expert*innen und Praxisbeispiele zum Download.

 

Die Projektgruppe des Projektes

Foto: Fachtagung "Personalarbeit 4.0 - Arbeit kompetenzorientiert gestalten. Eine erste Annäherung." am 21.11.2017 im EWDE in Berlin

(v.l. Michael Wendelken, Ulrich Deutsch, Dr. Norbert Manterfeld, Maja Schäfer, Martin Weißenberg, Evelyn Adams, Thomas Kreutz, Anne Sorge-Farner, Iris Eggers, Matthias Müller-Findling, Margret Afting-Ijeh, Christina Gebhardt (Gast), Kerstin Schönlau, Martina Werner-Ritzel, Bernd Slatosch (Gast), Dr. Annett Herrmann)

 

8-Ebenen-Fächer der Kompetenzorientierung für das Sozial- und Gesundheitswesen mit dem Schwerpunkt formaler und non-formaler Bildungsbereich

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Dr. Annett Herrmann

Berufliche Bildung und Qualifizierung in sozialen Berufen

Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Straße 1, 10115 Berlin

030 65211-1152

annett.herrmann@diakonie.de

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Erklärfilm zur Kompetenzorientierung

Die enorme Vielfalt der Bildungsabschlüsse von Bewerber*innen wird für Personaler*innen immer unübersichtlicher. Neben der formalen Qualifikationen erhalten weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten als auch (Berufs-)Erfahrungen einen deutlich höheren Stellenwert.

Die Kompetenzorientierung leitet einen Paradigmenwechsel in den Bereichen der Personalführung, Personalverantwortung und Personalgewinnung ein, der bisher im Sozial- und Gesundheitswesen noch wenig Aufmerksamkeit erfährt. So könnten Kompetenzen - zusätzlich zu den Bildungsabschlüssen - als eine neue Währung auf dem Arbeitsmarkt gehandelt werden. Zu den Bereichen, die sich durch den Wechsel in Richtung einer Kompetenzorientierung neu aufstellen müssen, gehören: die Beschreibung arbeitsplatzbedingter Kompetenz-Anforderungen, kompetenzorientierte Stellenbeschreibungen, kompetenzorientierte Personaleinstellungen und eine kompetenzorientierte Personalentwicklung im Sinne des Lebensbegleitenden Lernens. Ebenso stehen dazugehörige Fragen der Organisationsentwicklung zur Diskussion. Der im Mai 2013 von Bund und Ländern verabschiedete Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ist ein Ausgangspunkt, um der Kompetenzorientierung auf die Spur zu kommen. Der DQR hält eine Kompetenzmatrix vor, mit Hilfe derer die verschiedenen Kompetenzen, die für eine Handlungskompetenz relevant sind, abgebildet werden können. Zudem verbindet der DQR mit Hilfe dieser Kompetenzmatrix den Bildungsbereich mit der Beschäftigungsfähigkeit, was für Personaler*innen äußerst wichtig ist. Die formalen Bildungsabschlüsse sind den acht Ebenen des DQRs zugeordnet und sind anhand von Kompetenzen aufgeschlüsselt. Neben diesem Qualifikationsrahmen bedarf es im Sozial- und Gesundheitswesen spezifischer kompetenzorientierter Anforderungs- und Qualifikationsrahmen, die die verschiedenen Handlungsfelder - Tageseinrichtungen für Kinder, Alten-, Kinder- und Krankpflege, Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, Beratungsstellen, Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitutionen usw. - mit ihren konkreten Kompetenzanforderungen aufschlüsseln. Dies jeweils mit Blick auf die assisiterenden Tätigkeiten, Fach- und Leitungskräfte. Ein erster Einstieg zu dieser Thematik gibt der folgende Erklärfilm.

 

Erklärfilm zur Kompetenzorientierung

Was heißt Personalarbeit 4.0? Was sind die neuen Herausforderungen, denen sich Personalarbeit im Non-Profit-Bereich zu stellen hat, um marktfähig zu bleiben? Dieser Erklärfilm gibt einen Einstieg ins Thema (Bitte auf das Bild klicken, um den Film zu starten, oder alternativ auf diesen Link).