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Soziale Berufe sind attraktiv! - Das neue Ausbildungsjahr beginnt

An den berufsbildenden Schulen und Fachschulen hat bundesweit das neue Ausbildungsjahr begonnen. Die Diakonie bietet in insgesamt 515 Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätten 58.000 Ausbildungsplätze für soziale und pflegerische Berufe an.

Nach einer repräsentativen Jugendbefragung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums sind soziale Berufe für Jugendliche grundsätzlich attraktiv. Allerdings bewerten viele junge Menschen und Quereinsteigende die Weiterentwicklungs- und Karrierechancen als schlecht und das Gehalt als zu gering. Die sozialen Berufe bieten interessante Tätigkeiten und die Diakonie drängt darauf, die Attraktivität der Care-Berufe noch deutlich zu erhöhen - beginnend bei der Qualität der Ausbildung über die Arbeitsbedingungen bis hin zu den Karrieremöglichkeiten.

"Wir müssen mehr junge Menschen und Quereinsteiger gewinnen, sich für einen sozialen Beruf zu entscheiden. Und der Anreiz alleine kann nicht sein, dass die Gesellschaft sie braucht", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. "Wie wichtig die Berufe im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich für die Gesellschaft sind, hat die Corona-Krise überdeutlich gezeigt. Über Lob und einmalige Zulagen für Pflegekräfte hinaus, hatte das bislang aber keine nachhaltigen politischen Folgen."

"Um weiterhin motivierte und qualifizierte Fachkräfte für soziale Berufe zu gewinnen, müssen wir ihnen eine bessere Perspektive bieten", sagt Loheide. "Ob und wie viele Menschen sich in Zukunft für soziale Berufe entscheiden, wird auch davon abhängen, wie ihre Arbeit vergütet wird, welchen Einfluss sie auf ihre Arbeitsbedingungen nehmen können und welche Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sich ihnen bieten. Ohne Zweifel brauchen die Mitarbeitenden in den Care-Berufen dauerhaft mehr gesellschaftliche Anerkennung, nicht nur während der Corona-Pandemie!"

Um die Attraktivität der Bildung und Ausbildung in den Care-Berufen zu erhöhen, setzen sich die Diakonie und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege dafür ein, die sozialen Berufe angemessen in den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) einzuordnen. Dadurch werden Kompetenzen und Abschlüsse auch europaweit vergleichbar. Die Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende in der Sozialwirtschaft und den sozialen Berufen sind unbedingt auszubauen, so Loheide. Dazu gehören nach Ansicht der Diakonie attraktive Konzepte der Fort- und Weiterbildung und Möglichkeiten hochschulische Studiengänge anzuschließen. Bedeutsam gerade für den Einstieg sei die Möglichkeit, Kompetenzen aus Berufserfahrungen oder vorherigen Ausbildungen anrechnen zu lassen, so Loheide.

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