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Konzertierte Aktion Pflege

Konzertierte Aktion Pflege: Arbeitsweise und Mitwirkung der Diakonie, Ergebnisse der AG2-4 im Überblick, Entlohnungsbedingungen in der Pflege. Die Juni-Ausgabe des Newsletters Pflegepolitik informiert über ein besonderes Instrument bundesdeutscher Politik

Konzertierte Aktionen gehören zum politischen Instrumentarium der Bundesrepublik: Alle Akteure an einem Tisch unter ministerieller Moderation. In Deutschland sind konzertierte Aktionen reserviert für Ausnahmesituationen: Die wirtschaftliche Stagnation der 1970er Jahre, Strukturprobleme im Gesundheitswesen in den 1990er Jahren wurden mit Konzertierten Aktionen poli-tisch bearbeitet. In beiden Fällen ist es anders als in europäischen Nachbarländern nicht zu einer dauerhaften korporatistischen Steuerung durch Staat, Sozialpartner und Verbände auf höchster Ebene gekommen.

Die Konzertierte Aktion Pflege war von Anfang an nicht auf Dauer gestellt. Im Gegenteil: In sehrkurzer Frist sollten alle Akteure des Pflegebereichs ihre Vorschläge zu struktureller Verbesserung des Pflegebereichs einbringen. So finden sich im Abschlussbericht vom 4. Juni 2019 viele Ideen, die bereits seit längerem im Raum standen. Es wird jeweils genannt, wer die Verwirklichung vorrangig vorantreiben soll. Hier haben Bund, Länder, Kommunalverbände, Kranken-
und Pflegekassen, Arbeitgeber und Gewerkschaften, die Wohlfahrtsverbände, Berufsverbände usw. Aufgaben übernommen bzw. sich grundsätzlich bereit erklärt, aktiv zu werden. Die Selbstverpflichtung der Bundesministerien wiegt selbstverständlich besonders schwer. Zwei Faktoren schränken die Bundespolitik ein: Erstens hat der Bund nur begrenzte gesetzgeberische Kompetenzen für den Bereich der Pflege. In vielen Fällen müssen die Bundesländer handeln. Zweitens
ist die Tarifautonomie in Deutschland ein hohes Gut. Deshalb ist die Bundespolitik auf die Mitwirkung vieler Akteure angewiesen. Das ist der wesentliche Grund für die Konzertierte Aktion Pflege. An einer Stelle ist allerdings klar der Bund in der Verantwortung: Er regelt die Finanzierung der Pflege über die Sozialversicherung. Deshalb war es der Diakonie Deutschland wie auch den anderen Wohlfahrtsverbänden wichtig, dass die gesammelten guten Ideen auch eine
finanzielle Grundlage erhalten.

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Achtung Baustelle! Achtung Baustelle!

Relaunch des Wissensportal 2019

Das Wissensportal, das als digitaler Raum für die Verbandskommunikation der Diakonie seit 2005 genutzt wird, ist in die Jahre gekommen.

Wie bei einem alten Haus fällt das zuerst bei der Fassade auf, die einen neuen Anstrich braucht. Und bei der Ausstattung, die nicht so funktioniert, wie man das heute erwartet. Ganz zu schweigen von dem Überflüssigen, von dem man sich doch schon so lange hatte trennen wollen, das aber immer noch im Weg liegt und stört.

Wir haben daher eine Sanierung geplant

Beim Relaunch werden in einem ersten Schritt die technische Basis erneuert (Migration auf die aktuelle Version der verwendeten Software, Liferay 7.1), das aktuelle Corporate Design übernommen und die Datenbanken bereinigt.

Mit dem zweiten Schritt (ab April) sollen die Funktionen, die noch nicht den Anforderungen der Nutzer entsprechen, peu à peu verbessert werden.

Was bedeutet das für Nutzerinnen und Nutzer des Wissensportals?

  • Wir fragen nach, ob Ihre Daten aktuell sind und Sie die Teambereiche, die Sie leiten, weiterhin benötigen. So wollen wir dafür sorgen, dass Daten aktuell  und von  Relevanz sind.
  • Die Änderungen, an denen bereits gearbeitet wird, werden Sie ab April sehen, d.h. das Portal wird sich optisch aber auch funktional anders darstellen als bisher.
  • Um Sie bei der Umstellung zu unterstützen, werden wir unsere FAQs Schritt für Schritt überarbeiten.

Weitere Infos und Kontakt

Ansprechpartnerin: Anne Grupp, anne.grupp@diakonie.de

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