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Hirschhausens Check-up

Kurz vor seinem 50. Geburtstag stellt sich Eckart von Hirschhausen den Kernfragen des Lebens. Die Reihe Hirschhausens Check-up ist wohl die persönlichste Arbeit, die er je für das Fernsehen gemacht hat. Hirschhausens Check-up ist das neue Format, das seine Stärken als Arzt, Autor, Moderator und Bühnenkünstler perfekt miteinander kombiniert. In Hirschhausens Check-up sind die Emotionen der Kitt, der Information und Unterhaltung auf eine neue Art zusammenbringt.

Folge 1: Wie Altern gelingt!

Was bedeutet es, alt zu werden – für unseren Körper und unseren Geist? Inwiefern stimmen unsere Vorstellungen vom Altern mit der Wirklichkeit überein? Und was kann uns dabei helfen, möglichst gut zu altern?

Arzt und Wissenschaftsjournalist Dr. Eckart von Hirschhausen überprüft gemeinsam mit seinen Reportern Niko Wirth und Lisa Weitemeier gängige Altersbilder.

Eckart von Hirschhausen will es wissen. Er zieht für 3 Tage in ein Altersheim der Diakonie in Düsseldorf ein. Alt sein auf Probe. Wie sieht der Alltag in einem Heim aus? Wer sind die Bewohner? Welche Geschichten haben sie Eckart von Hirschhausen zu erzählen?

Unterhaltung mit Haltung: Eckart von Hirschhausen redet nicht nur über das Altern, er redet mit ganz normalen Alten und hört ihnen auf Augenhöhe zu – echt und authentisch. Er lässt Emotionen Raum, stellt sich den Schattenseiten des Alterns und begegnet ihnen gleichzeitig mit Lebenslust und Leichtigkeit. Was kann man lernen? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse finden sich in der Betreuung von alten Menschen wieder? Was kann man verbessern und wie geht es den Pflegern bei ihrer täglichen Arbeit?

„Ich möchte mir die Dinge auch nicht schönreden. Es ist hart, gebrechlich zu sein, Dinge nicht mehr zu können. Und ich glaube, das Schwierigste ist tatsächlich der Übergang, diese Phase in der ich das Altern direkt spüre, wenn ich mich noch ständig vergleiche mit meinem früheren Ich.“

Eckart von Hirschhausen ist nah dran am täglichen Geschehen im Heim und streut dabei positive Handlungsoptionen und Perspektiven ein. Am Berührendsten gelingt ihm das bei einem Experiment mit schwer dementen Heimbewohnern. Gemeinsam mit einer Musiktherapeutin spielt er über Kopfhörer den Senioren die Lieblingsmusik ihrer Jugend vor. Was dann passiert, hätte niemand gedacht…

Eckart von Hirschhausen begegnet während seiner Zeit im Altenheim auch dem Tod und erlebt unmittelbar wie das Leben einer 100 Jahre alten Frau endet.

            Eckart von Hirschhausen: „Warum macht ihr die Fenster auf?“

Altenpflegerin Daniela: „Die Dame war ja sehr gläubig. Und man sagt ja, wenn man das  Fenster aufmacht, dass die Seele so ihren Frieden finden kann.“

Parallel zu Eckart von Hirschhausens Erfahrungen im Heim sind die beiden Reporter Lisa Weitemeier und Niko Wirth auf den Straßen und Plätzen Deutschlands unterwegs. Gemeinsam mit den Top-Experten der Alternsforschung führen sie unterhaltsame Tests zu körperlicher und geistiger Fitness durch. Wie fit sind alte Menschen in Deutschland? Welche Tipps  gibt es, um sich rüstig zu halten? Neueste Erkenntnisse der Wissenschaft verpackt in erfrischenden Experimenten zum Nachmachen und Weitererzählen. Niko und Lisa klingeln dabei unter anderem an Türen und zählen beim „Pillencheck“ wie viel Tabletten in deutschen Senioren-Haushalten täglich geschluckt werden oder sie begleiten Omas über die Straße und stoppen die Bestzeit.

„In meinem Lieblingscartoon von den Peanuts sagt Charlie Brown zu Snoopy: „Eines Tages werden wir alle sterben. Und Snoopy antwortet weise:: Ja, aber an allen anderen Tagen nicht.“ Das finde ich irgendwie  beruhigend.“

Folge 2: Wie die Mitte des Lebens gelingt!

Auch wenn der 50. Geburtstag für die meisten (rein rechnerisch) nicht die Mitte des Lebens sein dürfte, die Strahlkraft dieser halben 100 ist enorm. Sie gilt als Wendepunkt. Die Grenze zwischen Jung und Alt. Ob Körper, Geist oder Soziales - Spätestens mit 50 steht man auf dem Zenith der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit. Ab hier geht es nur noch bergab.

Doch stimmt dieses Bild, das wir uns von der Lebensmitte machen? Was kann uns helfen, diese Herausforderungen zu meistern? Für Eckart von Hirschhausen (Jahrgang 1967) eine sehr persönliche Frage. Auf der Suche nach Antworten verbringt er drei Tage in einer Psychiatrischen Klinik in Berlin. Dort trifft er auf Menschen, die an den psychischen und physischen Herausforderungen in der Mitte des Lebens gescheitert sind. Ängste, Psychosen, Sucht, Burnout und Depressionen – Befunde, die jeden treffen können und deshalb Angst machen.

„Mir ist vielleicht bewusster als anderen, dass seelische Erkrankungen Teil unseres Lebens sind . Sie sind häufig. Und das heißt natürlich auch für mich, dass ich grundsätzlich auch gefährdet bin. Wenn man sich den Fuß bricht, geht man ins Krankenhaus und wenn die Seele einen Knacks hat? Dann auch! Wo ist das Problem?“

Die Psychiatrie ist nicht nur ein Ort des Scheiterns, sie verspricht auch Heilung. Im Gespräch mit Medizinern und Patienten lernt Eckart von Hirschausen, wie Betroffene aus der seelischen Erkrankung zurück in ein neus Leben finden. Er erlebt selbst die wichtige Rolle, die Musik und Bewegung dabei spielt.

Und - man möchte es kaum glauben - auch Rauchen  kann durchaus eine Therapiewirkung haben…

„Einer der zentralen Orte auf der Station war das Raucherzimmer. Gerade weil da kein Arzt und Therapeut Zugang hat, finden dort viele intensive Gespräche unter den Patienten statt. Lange habe ich es da nie ausgehalten, aber ich habe verstanden, wie wichtig es Beispiels weise für einen akut depressiven Menschen zu erleben, wie es jemandem mit der gleichen Grunderkrankung schon viel besser geht. Unter den Patienten wird schonungslos offen gesprochen – und auch viel gelacht.“

Gleichzeitig sind die Reporter Niko Wirth und Lisa Weitemeier Eckart von Hirschhausens Auftrag unterwegs in Deutschlands Städten. Zusammen mit Medizinern, Psychologen und Sportwissenschaftlern wollen sie in Straßenexperimenten herausfinden, wie gut die Menschen mit den seelischen und körperlichen Herausforderungen in der Lebensmitte umgehen.

Wie schaffen es Paare, sich auch nach jahrelangem Beziehungsalltag nicht aus den Augen zu verlieren? Wie gut gehen die Deutschen mit chronischem Stress um und was kann uns helfen, entspannter und damit gesünder zu leben? Welche Rolle spielt Bewegung für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden und was hilft, uns auch nach langer Abstinenz wieder zum Sport zu motivieren?

Der Film gibt Antworten auf diese Fragen und zeigt, dass die Mitte des Lebens noch lange nicht der Anfang vom Ende sein muss.

„Als ich eingezogen bin wusste ich schon vorher, dass ich wieder rauskomme. Und das ist mir auch ganz wichtig, dass die Zuschauer das verstehen. Die absolute Mehrheit ist freiwillig hier und heilfroh einen Ort zu haben, wo ihnen geholfen wird. Viele Klischees über Psychiatrie sind 50 Jahre alt und heute einfach falsch. Früher war es tatsächlich so, dass die Menschen manchmal über Monate, über Jahre in der Psychiatrie blieben, weil es gar keine ambulante Struktur gab. Heute ist das ganz anders: Vergesst die Klischees und geht selber mal schauen! Besucht Menschen, ihr findet garantiert jemanden in der Nachbarschaft, der psychische Probleme hat, denn die gehören zum Leben dazu..“

Folge 3: Wie der Start ins Leben gelingt!

Die ersten vier Lebensjahre sind eine Zeit ständiger Veränderungen - in keiner anderen Lebensphase sind wir so formbar. Hier wird die Basis für unser späteres Leben gelegt. Gelingt der Anfang, werden wir das ganze Leben davon profitieren – zumindest was Gesundheit von Körper und Seele angeht.

Geboren werden und aufwachsen in Deutschland 2017, wie ist das? Und was hat sich zu früher verändert?  Um das herauszufinden trifft Eckart von Hirschhausen seine Mutter und reist mit ihr gedanklich in seine frühe Kindheit…

„Ich hatte das große Glück in einem Elternhaus aufzuwachsen, das sehr zugewandt zu uns war. Meine Mutter hat uns vorgesungen, vorgelesen, mit uns gespielt. Zeit gehabt. Zwar war nie viel Geld da und ich musste immer die Klamotten von meinem Bruder tragen, aber eine gute Kindheit hat nicht primär mit Geld zu tun, sondern mit Zeit und Zuwendung, mit Momenten und Gefühlen. Schenkt die euren Kindern, es ist der größte Schatz den ihr habt! Und sie werden es euch danken – das ganze Leben lang!“

Danach zieht Deutschlands bekanntester Arzt für drei Tage in die Kinder- und Geburtsklinik der Charité Berlin. Er begleitet werdende Eltern, spricht mit Ärzten und Pflegern und erfährt auf der Frühchenstation, wie fragil und verletzlich der Start ins Leben verlaufen kann.

Eckart von Hirschhausen erlebt schwierige, glückliche und persönliche Momente. Der Besuch in der Charité ist auch eine Reise zu seinen eigenen Wurzeln als Mediziner. Zwischen 1993 und 1994 arbeitete er als Arzt im Praktikum in der Kinderneurologie an der Freien Universität Berlin. Für ihn eine intensive persönliche Zeit und ein Wendepunkt in seinem beruflichen Leben.

Gemeinsam mit führenden Experten und seinen Straßen-Reportern Niko Wirth und Lisa Weitemeier beleuchtet Eckart von Hirschhausen entscheidende Weichen und große Entwicklungsmomente im Leben eines Kindes. Zum Beispiel wie wir die Entwicklung eines Kindes bereits im Mutterbauch beeinflussen, warum Bindung und Fürsorge so entscheidend für das Gehirnwachstum sind, weshalb Übergewicht bereits im Kleinkindalter entsteht, inwiefern die Fähigkeit sich selbst zu regulieren so zentral für ein glückliches Leben ist oder warum Spielen nicht nur Spaß macht, sondern uns auf das Leben vorbereitet.

Der Film bietet dabei nicht nur Orientierung sondern auch wertvolle Tipps, wie wir dazu beitragen können, dass der Start ins Leben gelingt.

„Die Geburtsmedizin leistet heute Großartiges. Dennoch müssen wir einige Tendenzen kritisch verfolgen. Unsere Geburtsmedizin sollte mehr auf die Wünsche der Frauen eingehen,  eine Atmosphäre schaffen, in denen Frauen besser emotional und psychisch aufgefangen und betreut werden. Das Wohl von Kindern und Frauen sollte über ökonomischen oder systemischen Zwängen stehen. Wir können als Gesellschaft dafür sorgen, dass alle Kinder einen möglichst guten Start ins Leben haben – das haben sie verdient!“

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Programm ARD

Stab:

Moderation: Dr. Eckart von Hirschhausen

Reporter: Lisa Weitemeier und Niko Wirth

Redaktion WDR: Daniele Jörg

Redaktion SWR: Martin Schneider

Buch und Regie: Krischan Dietmaier und Stefan Otter

Produzenten: Bilderfest GmbH, Dietmar Lyssy und Marcus Uhl

Produktionsleitung: Iris Kreidel

Kamera:

Michael Kern, Johannes Straub, Moritz Frisch, Ulrich Vollert

Ton: Tenzin Sherpa, Gidon Lasch

Grafik: Patrick Wagner