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Zeigen was ich liebe - mit Muslimen über den christlichen Glauben sprechen

Mit Muslimen über den christlichen Glauben sprechen

Das zivilgesellschaftliche Engagement in der Hilfe für Geflüchtete ist ungebrochen. 120.000 freiwillige Helferinnen und Helfer sind laut einer Erhebung der EKD allein im Bereich der evangelischen Kirche in der Flüchtlingshilfe tätig. In vielen der 30.000 diakonischen Einrichtungen und 14.000 Kirchengemeinden Deutschlands ist sie fester Bestandteil der Arbeit. Früher oder später taucht dabei auch das Thema Religion auf. Eine neue Handreichung mit dem Titel „Zeigen was ich liebe – mit Muslimen über den christlichen Glauben sprechen“ der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD), der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) und des EKD-Zentrums für Mission in der Region (ZMiR) will ehrenamtliche Gemeindemitglieder bei diesen Fragen unterstützen.

„Wir erleben eine gewisse Verunsicherung bei Gemeindegliedern vor Ort“, sagt Dr. Erhard Berneburg, Generalsekretär der AMD, der die Handreichung angeregt hat. „Darf ich mit muslimischen Geflüchteten  über meinen eigenen Glauben sprechen oder ist das unzulässig? Oder auch umgekehrt: Ist es nicht meine Pflicht als Christ, meinen Glauben anderen gegenüber deutlich zu bekennen?“ Innerkirchliche Debatten und Diskussionspapiere dazu hätten die Fragen mitunter eher noch verschärft.

„Im Austausch mit den Experten in unserer Arbeitsgruppe wurde uns schnell klar, dass den Menschen in den Gemeinden nicht mit theologischen Grundsatzdebatten über Mission oder Dialog geholfen ist“, so Dr. Claudia Währisch-Oblau, verantwortlich für die Abteilung Evangelisation bei der VEM und Leiterin der Arbeitsgruppe, die die Handreichung erstellt hat. „Und so versuchen wir eher, die ganz konkreten Fragen zu beantworten: Was sage ich denn nun, wenn….“ Vor allem biete die Broschüre den Leserinnen und Lesern Anregungen für die Klärung eigener Fragen als Voraussetzung zum Gespräch: Was bedeutet mir persönlich das Gebet? Wo und wie erlebe ich Gott? Wer ist Jesus für mich? „Mission unter Geflüchteten bewegt sich nach unserer Erkenntnis zwischen den beiden Polen: Ja, ich darf von meinem Glauben sprechen, und: Nein, ich muss nicht im Alleingang Seelen retten – was Gott mit den Menschen vorhat, dürfen wir  vertrauensvoll ihm überlassen.“

Die 24-seitige Handreichung behandelt die sechs Themenfelder Christliche Nächstenliebe („Warum setze ich mich für Geflüchtete ein?“), Mission und Dialog („Darf ich von meinem Glauben reden?“ und „Muss ich von meinem Glauben reden?“), Jesus („Warum Jesus, wenn man Gott hat?“), Gebet („Wenn Muslime und Christen beten, tun sie dann das Gleiche?“) und Träume und Visionen („Ich glaube, du träumst!?“). Darüber hinaus finden sich in der Broschüre Erfahrungsberichte, ein Artikel zum Dokument „Mission Respekt“ und weiterführende Literaturhinweise. Sie ist kostenlos erhältlich im AMD-Onlineshop unter http://www.a-m-d.de/shop/shop/index.php?showart=780, per Email: amd@diakonie.de oder Tel. 030 65211 1862; und steht als Download unter http://www.a-m-d.de/publikationen/zeigen-was-ich-liebe/index.htm.



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