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Die Pflegestärkungsgesetze

Mit den drei Pflegestärkungsgesetzen (PSG I, II, III) wird schrittwiese seit 01.01.2015 die Pflegeversicherung reformiert, um u.a. die ungleiche Verteilung der Pflegeleistungen für körperlich Kranke und Menschen mit Demenz zu beenden.

  • Durch das PSG I haben nunmehr alle Versicherten mit anerkannter Pflegestufe Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Zudem werden für Menschen mit demenzieller Erkrankung, dauerhaft psychisch kranken und geistig behinderten Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz die Leistungen erhöht.
  • Die drei Pflegestufen sind seit dem 01.01.2017 mit Inkrafttreten des PSG II von den fünf neuen Pflegegraden abgelöst worden. Maßgeblich für den Erhalt von Leistungen ist nunmehr der Grad der vorhandenen Selbstständigkeit eines Versicherten, die in einem neuen Begutachtungsverfahren festgestellt wird. Für bisherige Versicherte besteht ein Bestandsschutz, so dass sie ab 2017 nicht schlechter gestellt werden als bisher.
  • Mit dem dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG III) wird seit dem 01.01.2017 eine bessere Beratung von Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen und deren pflegenden Angehörigen federführend von den Kommunen gesteuert und koordiniert.